Quo vadis Medizinbranche? Die großen Techniktrends der nächsten Jahre stellen die Anwender vor große Herausforderungen

Der zentrale Treiber innerhalb der Medizinbranche ist der technische Fortschritt. Dieser hat Auswirkungen auf verschiedenste Bereiche. Oft laufen Anspruch und Wirklichkeit noch auseinander. Welche aktuellen Trends und Problemfelder es gibt und welche Lösungsansätze sich zeigen, erläutern wir in unserem Fachartikel.


Technologischer Fortschritt führt zu einer Evolution innerhalb einer seit jeher zum Wandel angehaltenen Branche.

Den größten Einfluss auf den medizintechnischen Fortschritt hat mit Sicherheit die Digitalisierung. In unserem letzten Fachartikel widmeten wir uns bereits anhand eines konkreten Fallbeispiels dieser Thematik. Schauen wir nun aus der Vogelperspektive auch auf weitere Trends.


Technologische Trends in der Medizinbranche

Durch Mikrosystemtechnik, Nanotechnologie und optische Technologien wird die Miniaturisierung von Produkten auf den Weg gebracht. Der Stand der Technik ist heute soweit, dass wir über implantierbare Mikrosysteme, die aktiv oder passiv, sensorisch, telemetrisch oder mit Nervenankopplung funktionieren, reden können. Auch die Art der operativen Eingriffe wird sich grundlegend ändern: Diese werden künftig noch häufiger mit minimal-invasiver Chirurgie ausgeführt: bildgeführt, katheterbasiert, endoskopisch.

Daneben etabliert sich die Molekularisierung – repräsentiert durch Biotechnologie, Zell- und Gewebetechnik. Die Medizintechnik wird speziell für die regenerative Medizin wichtiger werden, vor allem dann, wenn die Forschungen der Zell- und Gewebetechnik zur Anwendung kommen.

Der nächste große Schritt in der Revolution der Gesundheitsversorgung wird, wie in vielen anderen Bereichen, die Künstliche Intelligenz (KI) sein, intelligente Datenanalyse und Datennutzung über Algorithmen, die ständig dazulernen und besser werden. Als unterstützendes Ergänzungstool eignen sich Systeme, die eine genauere Trefferwahrscheinlichkeit bei Diagnosen ermöglichen, existenziell, um das Fehlerpotenzial bei Auslastungsspitzen auf Ärzteseite zu minimieren.


Problemfelder der operativen Umsetzung

Bis der augenscheinliche Wandel in der operativen Praxis Umsetzung erfahren wird ist noch einiges zu tun. Neben Prestigeprojekten wie sie beispielsweise im Universitätsklinikum Hamburg umgesetzt worden, gibt es insgesamt Anlaufschwierigkeiten: Mehr als die Hälfte der Krankenhäuser verfügt aktuell über keine eigene Digitalstrategie, an der Umsetzung mangelt es oft noch. Die Gründe, weshalb in Sachen Digitalisierung häufig der Kompass fehlt, sind mannigfaltig. Die Finanzierungsmöglichkeiten bereiten oft Schwierigkeiten. Ein weiteres Hemmnis ist die mangelnde Kompatibilität bzw. Interoperabilität der IT. Einen Prozessstilstand aufgrund unlösbarer Barrieren bei der IT-Umstellung stellen ein Sicherheitsrisiko dar, was dazu führt, dass dieses wichtige Thema nicht angegangen wird. An anderer Stelle liegt das Problem strukturell tiefer: Fehlt die Struktur in den Kernprozessen eines Krankenhauses, ist auf diesem unzureichenden Fundament keine IT oder Digitalstrategie implementierbar.

Ein weiteres wichtiges Thema ist der Datenschutz. Öffnet man seine Prozesse für ein höheres Maß an Digitalisierung, besteht die Gefahr für Cyberattacken und Sicherheitslücken allgemein. Die Politik hat in dieser Sache Unterstützung zugesagt: Ende 2015 trat das Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen in Kraft. Dieses eHealth-Gesetz soll dazu beitragen, die unbestreitbar großen Chancen der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen künftig besser zu nutzen. Das Gesetzt fördert unter anderem telemedizinische Behandlungsmöglichkeiten und den elektronischen Medikationsplan. Bis 2021 soll das Gesetz umgesetzt werden. Doch was können behandelnde Einrichtungen aus sich selbst heraus leisten?


Wie die Implementierung von technologischen Prozessen gelingen kann

Die Implementierung einer ganzheitlichen Digitalstrategie ist nicht immer direkt möglich. Von daher ist es notwendig, sich selektiv jene Prozesse herauszusuchen, die standardisierbar sind. Eher weichere Faktoren ohne die gesamte Prozesskette des Krankenhauses zu ändern sind beispielsweise das automatische Einchecken eines Patienten mit Hilfe der elektronischen Gesundheitskarte, das Tracking von Patienten durch das Krankenhaus oder die automatische Übertragung von Testergebnissen auf die mobilen Geräte. Weiter ist es von Vorteil, wenn man sich als Krankenhausbetreiber an bereits existenten Referenzprojekten orientiert, sich also zunächst fachlichen Input holt, bevor die Umsetzung erfolgt. Während sich kaufmännische Faktoren wie benötigte Investitionsmittel und die laufenden Kosten leicht quantifizieren lassen, sollte vor allem genau überlegt werden, an welchen sensiblen Punkten eine Digitalstrategie ansetzen kann. Typische Fragen, bei denen Digitalisierung wirken kann, können sein: Wie ist eine Optimierung des Patientenaufenthaltes möglich (ohne qualitative Einschränkungen für den Patienten?), Welche koordinativen Prozesse lassen sich optimieren? Als weiterer wichtiger Punkt steht die Effizienzmessung. War das Pilotprojekt erfolgreich? Sind die veränderten Abläufe qualitativ messbar?


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