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Die Investitionsattraktivität südostasiatischer Staaten nimmt weiter zu!

Globale Lieferkettenverlagerung: Die Investitionsattraktivität südostasiatischer Staaten nimmt weiter zu!


In den letzten Jahren haben sich große Herausforderungen für globale Lieferketten ergeben. Dies liegt vor allem an einem Anstieg des Handelsprotektionismus, einer zunehmenden Veränderung in der globalen Fertigungslandschaft sowie an den Auswirkungen durch die globale Pandemie. Die Umstrukturierung der globalen Lieferkette ist bereits ein Trend. Wenn die globale Lieferkette zu sehr von nur einem Land abhängt, können bei einer schwerwiegenden Katastrophe oder einer starken politischen Veränderung in diesem Land erhebliche Risiken für die gesamte Weltwirtschaft entstehen. Die Verlagerung der globalen Lieferkette kann dazu beitragen, dass mehrere Lieferquellen und eine größere Auswahl an Produkten zur Verfügung stehen. Dies kann Unternehmen dabei helfen, auf dem Markt wettbewerbsfähiger zu sein und gleichzeitig die Flexibilität der Lieferkette erhöhen, insbesondere in Krisensituationen.





Quelle: DTO, 2023



Immer mehr Unternehmen erkennen, dass eine zu starke Abhängigkeit von Lieferketten in einem einzelnen Land oder in einer Region ein Risiko darstellen kann. Daher beginnen sie nun, eine diversifizierte Lieferkettenstrategie in Betracht zu ziehen. Gleichzeitig hat der Handelskrieg zwischen den USA und China dazu geführt, dass viele Unternehmen ihre Abhängigkeit von China als Produktionsstandort verringern und die Suche nach Lieferkettenalternativen außerhalb Chinas zu einer Priorität machen. Sie werden weiterhin neue Möglichkeiten in anderen asiatischen Regionen suchen. Die ASEAN, eine dynamische und wettbewerbsfähige südostasiatische Wirtschaftsregion, zieht heute mehr denn je globale Unternehmen an.





Quelle: Eurostat



Beispielsweise ist die Europäische Union für die ASEAN-Wirtschaft eine der wichtigsten Handelspartner, gleich hinter China und den USA. Gemäß den Daten der Europäischen Kommission betrug das Gesamtwarenhandelsvolumen zwischen der EU und ASEAN im Jahr 2021 fast 216 Milliarden Euro.





Quelle: data.aseanstats.org



In den letzten Jahrzehnten haben alle Länder in der ASEAN-Region ein schnelles Wirtschaftswachstum erlebt und eine auf Exporten basierende, nach außen orientierte Wirtschaft aufgebaut, die wiederum einen wichtigen Einfluss auf den internationalen Handel hat. Geografisch gesehen liegt die ASEAN-Region am Knotenpunkt der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt und kann direkt mit den großen globalen Märkten verbunden werden. Diese Wirtschaftsunion hat eine Bevölkerung von über 600 Millionen Menschen, von denen viele zur jungen und aufstrebenden Mittelschicht gehören. Dies bietet einen breiten Konsum- und Arbeitsmarkt. Die Arbeitskosten sind in den meisten ASEAN-Ländern niedrig, und die Arbeitskräfte haben einen hohen Bildungsstand, was sie in personalintensiven Branchen, wie der Fertigung, sehr wettbewerbsfähig macht. Darüber hinaus verfügen die ASEAN-Länder über reichhaltige natürliche Ressourcen und Rohstoffe. Durch die Verlagerung von Produktions- und Fertigungstätigkeiten in diese Region können Unternehmen näher an die Quellen dieser Rohstoffe heranrücken, um Logistikkosten und Logistikrisiken zu reduzieren. Die Wachstumsraten der ASEAN-Volkswirtschaften liegen über dem weltweiten Durchschnitt, insbesondere in den Bereichen Digitalwirtschaft, Fertigung, Dienstleistung und Tourismus. Die Handelsstruktur der ASEAN-Länder ist vielfältig, und Freihandelsabkommen mit anderen Ländern tragen dazu bei, dass Unternehmen ihre Marktpräsenz in dieser Region ausbauen können. Viele ASEAN-Länder haben bereits ausgereifte Lieferketten-Netzwerke aufgebaut, was Unternehmen eine effiziente Lieferkette und eine gute Auswahl an Lieferanten bietet.



Beim Geschäftemachen in den ASEAN-Ländern sollten Unternehmen jedoch eine einzigartige Marktstrategie aufgrund der kulturellen, rechtlichen und geschäftlichen Gepflogenheiten jedes Landes entwickeln. Zum Beispiel könnte in wohlhabenderen Ländern wie Singapur und Brunei die Marktstrategie auf High-End-Produkte und Dienstleistungen ausgerichtet sein, während in Entwicklungsländern wie Vietnam und Indonesien der Fokus eher auf wettbewerbsfähigen Preisen liegen könnte. Die politische Lage einiger ASEAN-Länder ist wiederum relativ instabil und die rechtliche Umgebung kann komplex sein, was Risiken für Unternehmen darstellen kann. Daher sollten Unternehmen bei der Wahl eines neuen Produktionsstandorts sorgfältig verschiedene Faktoren abwägen, eine umfassende Marktanalyse und Bewertung durchführen sowie einen geeignete Strategie- und Risikomanagementplan entwickeln.



Wenn Sie Ihren Fokus auf die südostasiatische Region richten möchten, um von den dortigen Bedingungen zu profitieren, kontaktieren Sie bitte unser Team von DTO. Gerne erstellen wir für Ihr Unternehmen zielgerichtete Markt- und Potentialanalysen und entwickeln eine passende Marktstrategie.



Der Text wurde geschrieben von Yan Zhang



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