7 Gründe, warum sich Ihr Unternehmen für eine Geschäftstätigkeit in Vietnam interessieren sollte


Wie wir bereits früher diskutiert haben, ist Asien Ihre Aufmerksamkeit durchaus wert, selbst in besonders unsicheren Zeiten wie diesen. Während sich der Rest der Welt mit COVID-19 beschäftigt, sind viele Märkte innerhalb Asiens nach wie vor einzigartig gut positioniert, um weiter zu wachsen. Besonders, wenn die Bedrohung durch das Coronavirus zurückgeht, sind die Prognosen vielversprechend, aber auch, wenn es eine zweite Welle geben sollte, kann von weiterem Wachstum ausgegangen werden.


Wenn Sie als deutsches oder europäisches Unternehmen daran interessiert sind, Asien und Südostasien zu einem Teil Ihrer Pläne zu machen, aber nicht sicher sind, wo Sie ansetzen sollen, können wir helfen. Neben Singapur (Verlinkung Artikel Singapur) sollten Sie auch Vietnam, dem zweitgrößten ASEAN-Handelspartner der EU (nach Singapur), vermehrt Aufmerksamkeit schenken. Vietnam bietet eine Reihe von Vorteilen für Unternehmen, die daran interessiert sind, ihre Präsenz in starken und wachsenden Märkten auszubauen.


Die folgenden sieben Gründe zeigen Ihnen, wieso Sie sich mit einer Geschäftstätigkeit in Vietnam näher befassen sollten.



1. Das Timing für EU-Unternehmen ist perfekt – das Handelsabkommen zwischen der EU und Vietnam ist gerade in Kraft getreten.

Für Unternehmen mit Sitz in der EU hat sich die Geschäftstätigkeit in Vietnam gerade stark vereinfacht. Durch das bilaterale Handelsabkommen zwischen der EU und Vietnam, welches am 1. August 2020 in Kraft getreten ist, werden Eintrittsbarrieren abgebaut, 99 Prozent der Zölle beseitigt und damit die Möglichkeiten für einen Markteintritt verbessert. Die Pharma- , Chemie- und Maschinenbauindustrie werden mit sofortiger Wirkung von Zöllen befreit, für weitere Branchen gelten Übergangsphasen von drei bis fünf Jahren. Jetzt ist also genau der richtige Zeitpunkt, um über eine Geschäftstätigkeit in Vietnam nachzudenken.



2. Es gibt eine starke Verbindung zu anderen Standorten in Asien und darüber hinaus.

Nicht nur das neue Handelsabkommen zwischen der EU und Vietnam bietet für Unternehmen, die noch nicht in Vietnam ansässig sind, einen starken Anreiz sich dort niederzulassen, sondern auch die gute Verbindung zu ganz Asien ist ein Pluspunkt. Die Nation ist Teil der ASEAN (Verband Südostasiatischer Nationen), CPTPP (Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership) und RCEP (Regional Comprehensive Economic Partnership).


Sobald Sie also in Vietnam geschäftlich tätig sind und vor allem, wenn Sie dort ein Unternehmen ansiedeln, eröffnen sich Ihnen in Asien – und darüber hinaus – völlig neue Wege und Möglichkeiten. Im Rahmen des CPTPP hat Vietnam zum Beispiel auch Handelsabkommen mit Australien, Neuseeland, Kanada, Mexiko und anderen Ländern abgeschlossen.



3. Ein starkes Wachstum, auch während des Coronavirus.

Seit Ausbruch des Coronavirus ist „Wachstum" zu einem relativen Begriff geworden. Während viele Länder in eine Rezession abgleiten, gelingt es Vietnam immer noch, ein positives, wenn auch geringeres, makroökonomisches Wachstum zu erzielen. Im letzten Jahr lag das Wachstum des BIPs in Vietnam bei durchschnittlich 7 %. Auch wenn eine zweite Welle die vietnamesische Wirtschaft leicht dämpfen könnte, ist das Land in einer guten Ausgangsposition, um dies zu überstehen. Als die erste Welle einsetzte, senkte die Zentralregierung die Zinsen und investierte mehr als 1 Milliarde USD in die Wirtschaft, wodurch sich diese schnell erholte.



4. Ein großer Pool an Arbeitskräften und niedrige Arbeitskosten.

Vietnam mag auf der Karte klein aussehen, ist aber ein großes Land. Mit einer Bevölkerung von fast 100 Millionen Menschen bietet Vietnam ein großes Potenzial an Arbeitskräften und niedrige Arbeitskosten. Darüber hinaus nimmt der Bestand an qualifizierten Arbeitskräften dank eines anhaltenden Zustroms von ausländischen Direktinvestitionen im letzten Jahrzehnt weiter zu.



5. Politische Stabilität, auch in schwierigen Zeiten.

Das Land ist politisch stabil und Erwartungen zufolge wird dies auch so bleiben. Vietnam wird unter einem Einparteiensystem, der Kommunistischen Partei Vietnams, geführt. Genau wie China behält die Regierung die volle Kontrolle über den Staat und hat bewiesen, dass sie bestrebt ist, eine Wirtschaftsreformpolitik zu betreiben und für die nötige Stabilität zu sorgen, um nachhaltige Investoren anzuziehen. Im Gegensatz zu China ist Vietnam jedoch von den mit einem US-Handelskrieg verbundenen geopolitischen Risiken befreit. Des Weiteren haben die jüngsten Ereignisse gezeigt, dass die Regierung rasch und entschlossen handelt, um die Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen wirtschaftlichen Negativfolgen zu begrenzen. Für Unternehmen aus der EU bietet diese Stabilität die Möglichkeit einer langfristigen Perspektive, wenn es darum geht, Geschäftsbeziehungen in Vietnam aufzubauen. Das neue Abkommen mit der EU sollte Vietnam auch weiterhin dazu ermutigen, eine Politik zu betreiben, welche die Geschäftsabwicklung erleichtert.



6. Vietnam hat eine Investitionsdynamik und zieht weiterhin ausländische Direktinvestitionen an.

Vietnam hat sich als Ziel für ausländische Direktinvestitionen kontinuierlich verbessert. Im Jahr 2018 tätigten Unternehmen aus mehr als hundert Ländern Geschäfte in Vietnam. Unter anderem haben Japan, Südkorea, Singapur und die USA bereits mehrere Milliarden USD im Land investiert. Mit ausländischen Direktinvestitionen in Höhe von mehr als 7 Milliarden Euro sind auch in der EU ansässige Unternehmen bereits stark vertreten. Diese Präsenz wird mit dem neuen Handelsabkommen weiter steigen. Unternehmen aus der EU haben bereits in die industrielle Verarbeitung und Fertigung in Vietnam investiert. Wie im Artikel beschrieben, bietet das Land gute Möglichkeiten zur Diversifizierung der Lieferketten multinationaler Unternehmen. Es ist außerdem mit Investitionen in eine Vielzahl anderer Branchen zu rechnen, trotz der globalen Unsicherheit, die derzeit herrscht.



7. Solide Infrastruktur, die sich weiter verbessert.

Obwohl es noch Raum für Fortschritte gibt, schafft Vietnam weiterhin eine solide physische und digitale Arbeitsinfrastruktur für Unternehmen, die in das Land expandieren wollen. Dieser Prozess begann mit der Verabschiedung von Sonderwirtschaftszonen durch die Zentralregierung, um für Investitionen attraktiver zu werden. Nettoeffekte waren eine allmähliche Verbesserung der Infrastruktur, aber auch die Verbesserung von Investitionsmöglichkeiten für ausländische Unternehmen, sowie eine Steigerung von qualifizierten Arbeitskräften. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für Unternehmen aller Größenordnungen in Erwägung zu ziehen, von dieser Tatsache zu profitieren.



Was können deutsche Unternehmen und Unternehmen aus der EU in Vietnam erwarten?

Schon vor dem Inkrafttreten des Handelsabkommens zwischen der EU und Vietnam bestanden zwischen Deutschland und Vietnam starke wirtschaftliche Beziehungen. Im Jahr 2019 exportierten deutsche Unternehmen Waren und Dienstleistungen im Wert von mehr als 4 Milliarden Euro nach Vietnam. Das Land war und ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands außerhalb der EU. Diese Beziehungen werden sich mit dem Inkrafttreten des Handelsabkommens verstärken und vertiefen. Ausländische Unternehmen können Vietnam in vielfältiger Weise nutzen. Bislang wurde das Land vor allem von Unternehmen aus der EU weitgehend als Produktions- oder Vertriebszentrum gewählt. Vietnam ist für diese Bereiche nach wie vor sinnvoll und wird angesichts der derzeitigen Handelsspannungen zwischen den USA und China zu einem naheliegenden Kandidaten für die Verlagerung von Lieferketten.


Wenn die ausländischen Direktinvestitionen der EU-Unternehmen zunehmen, kann mit einem Anstieg von hochqualifizierten Arbeitskräften gerechnet werden. Wodurch sich mehr Unternehmen, die sich mit expandierenden Märkten in Südostasien beschäftigen, für eine Niederlassung in Vietnam entscheiden werden.


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