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8 Gründe, warum Singapur auf den Asien-Plänen Ihres Unternehmens stehen sollte!

Inmitten der Planungsunsicherheit und der unvorhersehbaren Folgen ist es verständlich, dass Unternehmen ihre Expansionspläne zurückschrauben oder Kosteneinsparungen einführen. Dabei ist es – aus unserer Sicht – ein strategischer Fehler, die Augen vor den Geschehnissen in Wachstumsmärkten, wie Asien, zu verschließen. Unsere Ansicht über Asien haben wir bereits in einem früheren Beitrag geteilt.


Asien wurde als Erstes von dem Coronavirus getroffen und der größte Teil Südostasiens öffnet sich der Welt jetzt wieder. Wenn Sie als deutsches oder europäisches Unternehmen Asien und Südostasien im Auge haben, aber unsicher sind, welche Märkte Sie erkunden wollen, sollte Singapur für Sie an erster Stelle stehen. Hier sind acht Gründe, warum Singapur ein Top Ziel für Ihre Asienexpansion bleibt, sei es als Repräsentanz, als Niederlassung oder als regionaler Hauptsitz.


1. Die lokale Verbreitung der COVID-19 ist zurückhaltend.

Die lokale Ausbreitung wurde eingedämmt. Nach fast zweimonatiger Sperrung, die als „Circuit Breaker“ (zu Deutsch etwa: Kreislaufbrecher) bezeichnet wird, ist der größte Teil der Wirtschaftstätigkeit wieder in Gang gekommen. Maßnahmen sind und waren eine sichere Distanz, Kontaktverfolgung und digitale Ein- und Ausgangsmaßnahmen. Auch wenn die COVID-19-Fälle in Singapur gerade aufgrund betroffener Wanderarbeiterlager hoch sind, konnte die Situation durch die Behörden unter Kontrolle gebracht werden. Die lokale Ausbreitung unter den 5,7 Millionen Einwohnern hat sich auf etwa 10–12 Personen pro Tag verlangsamt. Insgesamt verzeichnet Singapur aktuell 27 Todesfälle und 5.406 aktive Fälle (Stand: 30.07.2020; 12:00 Uhr). Über die aktuelle Situation bezüglich COVID-19 in Singapur können Sie sich hier auf dem Laufenden halten.


2. Reisen werden langsam wieder möglich

Die Reisekorridore öffnen sich langsam wieder. Als eine vom Handel abhängige Nation hat Singapur bei den Maßnahmen für Handelskanäle eine Vorreiterrolle gespielt und mit gleichgesinnten Ländern eine Reihe von Absichtserklärungen über die Offenhaltung von Handelsströmen während der Sperrpausen unterzeichnet. Singapur hat derzeit einen Reisekorridor mit China und wird voraussichtlich ab dem 10. August einen begrenzten Reisekorridor mit Malaysia eröffnen. Regierungsbehörden haben auch Anstrengungen zur Öffnung weiterer solcher Reisekorridore zwischen Australien und Südkorea angekündigt. Diese Programme werden wahrscheinlich je nach örtlicher und länderspezifischer COVID-19-Verbreitung ausgeweitet werden.


3. Singapurs Wachstum wird kurz- und langfristig stark bleiben.

Singapur sieht sich derzeit aufgrund von COVID-19 mit einer starken Verlangsamung des makroökonomischen Wachstums konfrontiert. Der Stadtstaat investiert etwa 60 Milliarden Euro (20 % des BIP des Landes), um die Wirtschaft am Laufen zu halten und sicherzustellen, dass sie handlungsbereit ist, wenn die Erholung einsetzt. Singapurs Kreditrating bleibt bei AAA und große Staatsfonds sorgen zusammen mit der Zentralbank (Monetary Authority of Singapore) für ein weiteres Polster für die Wirtschaft.


4. Eine starke und wettbewerbsfähige Wirtschaft.

Singapur ist in vielen Indikatoren weiterhin eine der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt und war 2019 Ranglistenführer des Weltwirtschaftsforums. Im „Ease of Doing Business-Ranking" der Weltbank rangiert Singapur auf Platz 2. Diese Platzierungen unterstreichen, dass Sie als ausländischer Investor oder ausländisches Unternehmen eine Stabilität erwarten können, durch die Ihre Investitionen geschützt sind. Singapurs Regierung verfolgt weiterhin einen wirtschaftsfreundlichen politischen Kurs.


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5. Vernetzung über ganz Asien und in die ganze Welt.

Singapur unterhält Freihandels- und Investitionsabkommen mit allen wichtigen Volkswirtschaften der Welt. Das mit Spannung erwartete Freihandelsabkommen zwischen der EU und Singapur (EUS-FTA)  trat im November 2019 in Kraft und soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen der EU, Deutschland und Singapur fördern. Das Investitionsschutzabkommen zwischen der EU und Singapur wird derzeit ratifiziert. Darüber hinaus bestehen Abkommen mit allen ASEAN-Staaten sowie mit China, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland. Es ist auch eines der Gründungsmitglieder des umfassenden und fortschrittlichen Abkommens über die Transpazifische Partnerschaft (CPTPP) zwischen elf Ländern. Singapur steht auch an der Spitze der New Age-Abkommen bei digitalem Handel.


6. Qualifizierte in- und ausländische Arbeitskräfte.

Singapurs Arbeitskräfte sind qualifiziert. Hochqualifizierte ausländische Arbeitskräfte und spezialisierte Arbeiter haben in Singapur weiterhin große Chancen. Singapur kann sich rühmen, Universitäten von Weltklasse zu haben. Zusätzlich gründen eine Reihe ausländischer Universitäten ihre Asienprogramme ebenfalls von Singapur aus. Die einheimischen Arbeitskräfte werden ermutigt, sich weiterzubilden und umzuschulen, um den Anforderungen der neuen digitalen und innovativen Wirtschaft gerecht zu werden.


7. Schwerpunkt auf digitaler Infrastruktur und Innovation.

Singapur konzentriert sich auf digitale Infrastruktur, die Digitalisierung des öffentlichen Sektors und die Förderung von KMUs. Diese Bemühungen, die vor vielen Jahren begonnen haben, werden nun während des COVID-19-Zeitraums intensiviert. Neben dem digitalen Aspekt ermutigt Singapur aktiv technische Talente, Start-ups, Innovatoren, Unternehmer und Investoren in Bereichen wie künstliche Intelligenz, städtische Landwirtschaft, fortgeschrittene Biotechnologie, intelligente Städte und andere Spitzeninnovationen, sich in Singapur niederzulassen. Seit 2014 werden systematisch alle Bereiche der Daseinsvorsorge, der Infrastruktur, der Wirtschaft und der Dienstleistungen gemäß eines Stadtentwicklungsprojekts umgewandelt. Das Ziel ist es, bis 2030 weltweit die führende Rolle als "Smart Nation" einzunehmen. Im Bereich Mobilität sollen bspw. die von der Land Transport Authority (LTA) geplanten Projekte, mithilfe innovativer Lösungen von Siemens ITS (Intelligent Traffic Systems) umgesetzt werden. Die Anzahl der Start Ups in Singapur hat mittlerweile die Schwelle von rund 50.000 überschritten. Etwa 2.000 dieser Unternehmen sind im hochtechnologischen Bereich aktiv. Singapur – das Silicon Valley Südostasiens?


8. Singapur bleibt ein Top-Investitionsziel

Singapur hat sich in den ersten vier Monaten des Jahres 2020 inmitten der COVID-19-Unsicherheit ausländische Investitionszusagen in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar gesichert. Das sind bereits rund 85 Prozent der Investitionszusagen des gesamten Vorjahres (2019: 15,2 Milliarden US-Dollar). Trotz der globalen Unsicherheit setzen ausländische Investoren weiterhin ihr Vertrauen in Singapur. Vor allem gelten das Gesundheitswesen, die Hochtechnologieindustrie (insbesondere die Elektronikindustrie), erneuerbare Energien, die Stadtplanung und -entwicklung, Logistik und Luft-/Raumfahrttechnik sowie Finanzdienstleistungen als Schlüsselbranchen und schaffen stetig neue Wachstumsimpulse in dem Stadtstaat.


Was können deutsche und EU-Unternehmen in Singapur erwarten?

Ausländische Unternehmen nutzen Singapur in vielfältiger Hinsicht und meist als Sprungbrett für den Zugang zum südostasiatischen Markt. Als einkommensstarke und entwickelte Wirtschaft entscheiden sich die meisten Unternehmen nur dafür in Singapur eine Fertigung mit hoher Wertschöpfung zu betreiben. Unternehmen tendieren dazu, ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Singapur zu konzentrieren oder Singapur als Zentrum für professionelle Dienstleistungen in der Region zu nutzen. Singapur ist eine ideale Ausgangsbasis, um andere südasiatische Volkswirtschaften zu verstehen und zu expandieren, einschließlich Indien und China sowie Japan und Südkorea. Seit Jahren befindet sich Singapur auf einem hohen Entwicklungsniveau und Prognosen bestätigen, dass dieser positive Trend auch zukünftig tendenziell beibehalten wird.


Zwischen Deutschland und Singapur bestehen sehr gute bilaterale Beziehungen und beide Länder sind wichtige Wirtschaftspartner füreinander. Im Jahr 2018 betrug die Exportsumme von Singapur nach Deutschland ca. 6,6 Milliarden Euro und damit zählt Deutschland zu den wichtigsten Handelspartnern in Europa. Die deutschen Exporte nach Singapur beliefen sich auf 8,0 Milliarden Euro. Auch bekräftigt die Anzahl der registrierten deutschen Unternehmen in Singapur (etwa 1.800), die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen in den letzten Jahren. Vor der Corona-Krise förderten ebenfalls die zahlreichen Wirtschaftsmessen in Singapur, die Zusammenarbeit zwischen den multinationalen Unternehmen. Insbesondere im Bereich der Zukunftstechnologien waren die Fachmessen sehr begehrt und auch stark vertreten durch deutsche Unternehmen.


Wünschen Sie weitere Informationen zu diesem Thema oder möchten Sie durch eine Marktanalyse abklären lassen, wie Sie mit Ihrem Produkt oder Dienstleistung in dieser Region einsteigen können? Dann setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Unsere Büros in Deutschland und Singapur stehen für eine unverbindliche Beratung bereit.